Demand Gen ist Googles Kampagnentyp für visuelle, social-ähnliche Werbung. Seit März 2024 hat er die Discovery-Kampagnen vollständig ersetzt und spielt eure Anzeigen über YouTube inklusive Shorts, Discover und Gmail aus. Für Video mit Conversion-Ziel ist das der wichtigste Hebel bei Google. Dieser Guide zeigt Schritt für Schritt, wie ihr eine Demand-Gen-Kampagne mit Video aufsetzt.
Was ist eine Demand-Gen-Kampagne?
Eine Demand-Gen-Kampagne bündelt Bild- und Videoanzeigen in einem Kampagnentyp und spielt sie über Googles reichweitenstärkste Oberflächen aus. Laut Google erreicht ihr darüber mehr als 3 Milliarden aktive Nutzende pro Monat über YouTube, Shorts, Discover und Gmail.
Google hat Demand Gen 2023 vorgestellt und bis März 2024 alle verbliebenen Discovery-Kampagnen automatisch umgestellt. Seit 2025 werden auch Video-Action-Kampagnen zu Demand Gen migriert. Wer heute mit Video auf Conversions geht, landet also bei Demand Gen.
Welche Video-Formate braucht ihr für Demand Gen?
Demand Gen kennt drei Video-Platzierungen: In-Stream, In-Feed und Shorts. In-Stream läuft vor, während oder nach anderen Videos und ist nach fünf Sekunden überspringbar. In-Feed und Shorts erscheinen im Stöbern-Kontext, wo Nutzende aktiv scrollen.
Wichtig: Für volle Kontrolle solltet ihr für jedes Format ein eigenes Video hinterlegen. Google nennt das Creative Preferences. Legt ihr nur ein Video an, spielt Google es über alle Formate aus, ob es dorthin passt oder nicht. Kurze, vertikale Clips gehören in Shorts, längere Erzählungen ins In-Stream.
Schritt für Schritt: Demand-Gen-Kampagne mit Video aufsetzen
- Ziel festlegen. Wählt Umsätze, Leads oder Websitebesuche und definiert die passende Conversion-Aktion, bevor ihr startet.
- Zielgruppe aufbauen. Nutzt eigene Datensegmente und darauf aufbauende Lookalikes. Demand Gen ist stark, wenn ihr ihm ein gutes Startsignal gebt.
- Assets hochladen. Ladet Videos für In-Stream, In-Feed und Shorts hoch, dazu Bilder, Logos und mehrere Headlines. Je Format mindestens ein Video.
- Gebote und Budget wählen. Startet mit einer Conversion-Gebotsstrategie und einem Tagesbudget, das genug Conversions für das Lernen zulässt.
- Messen und optimieren. Lasst die Kampagne lernen, vergleicht die Creatives und schaltet die schwachen nach ein bis zwei Wochen ab.
Häufige Fehler bei Demand Gen
Der häufigste Fehler ist ein einziges Video für alle Formate. Ein Querformat-Clip im Shorts-Feed wirkt wie ein Fremdkörper. Der zweite Fehler ist zu wenig kreative Varianz. Ohne mehrere Hooks findet der Algorithmus keinen Gewinner. Der dritte Fehler ist Ungeduld: Wer nach drei Tagen umbaut, unterbricht die Lernphase.
Ein oft übersehener Punkt ist Brand Safety. Wo eure Anzeigen laufen, lässt sich steuern, etwa über Ausschlusslisten für Google Ads auf YouTube.
Wie ihr Creatives für Demand Gen schneller produziert
Demand Gen frisst Creatives. Drei Formate, mehrere Hooks, laufender Nachschub: Das ist mit klassischem Schnitt teuer. Hier hilft KI. Tools wie unser Fable machen aus einem Video mehrere ausspielbereite Cuts und legen die Kampagne direkt an. Welche Hooks dabei funktionieren, zeigen unsere Hook-Frameworks für Video Ads. Den Gesamtüberblick gibt unser Guide zu Video Ads mit KI.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Demand Gen und Discovery?
Demand Gen ist der Nachfolger von Discovery. Seit März 2024 hat Google alle Discovery-Kampagnen automatisch umgestellt. Demand Gen behält die Discovery-Funktionen und ergänzt Video, Shorts, Lookalikes und mehr Reporting.
Läuft Demand Gen auch auf YouTube Shorts?
Ja. Shorts ist neben In-Stream und In-Feed eine der drei Video-Platzierungen. Für Shorts solltet ihr ein eigenes, vertikales Video hinterlegen.
Welches Budget braucht eine Demand-Gen-Kampagne?
Genug, damit die Gebotsstrategie lernen kann. Als Faustregel plant ihr ein Tagesbudget, das mehrere Conversions pro Tag zulässt, und lasst die Kampagne ein bis zwei Wochen laufen, bevor ihr urteilt.
Brauche ich für Demand Gen unterschiedliche Videos pro Format?
Empfehlenswert. Google spielt ein einzelnes Video sonst über alle Formate aus. Ein Video je Format (In-Stream, In-Feed, Shorts) gibt euch die Kontrolle und bessere Ergebnisse.


