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Methodologischer Ansatz: Quantitative und Qualitative Analyse der Energieversorger und Stromanbieter auf YouTube

Im digitalen Zeitalter ist YouTube ein entscheidender Kanal für Markenkommunikation und Kundenbindung, auch für Energieversorger. Dieser Artikel präsentiert ein exklusives Ranking der erfolgreichsten Energieversorger auf YouTube in 2023, basierend auf einer detaillierten Analyse ihrer Online-Performance.

Die Datenerhebung und Analyse erfolgte durch unser proprietäres Tool CLUSTR. CLUSTR trackt die Performance deutscher YouTube-Kanäle und Videos, indem es nicht nur quantitative Daten wie Abonnentenwachstum und Views erfasst, sondern auch qualitative Aspekte wie Engagement-Raten und inhaltliche Ausrichtung der Kanäle in sogenannte „Culture Segments“ übersetzt. Diese Segmente spiegeln wider, wie Nutzer:innen Inhalte online wahrnehmen, ähnlich wie Algorithmus-Bubbles. Sie bieten tiefe Einblicke in die Vorlieben und Verhaltensweisen der Zielgruppen.

Unser Ranking fokussiert sich auf Schlüsselindikatoren wie das Wachstum der Abonnenten und die Engagement-Raten, die sowohl reguläre Videos als auch YouTube Shorts umfassen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den durchschnittlichen Engagements bei regulären Videos und Shorts, da diese Indikatoren einen tieferen Einblick in die Interaktion zwischen Kanal und Publikum bieten.

Durch diese detaillierte Analyse bieten wir einen einzigartigen Blick auf die YouTube-Strategien von Energieversorgern und liefern wertvolle Erkenntnisse für Marketingexperten, die nach Inspiration und Best Practices in diesem dynamischen digitalen Umfeld suchen.

Top Energieversorger auf YouTube in 2023

In der YouTube-Landschaft der Energiebranche im Jahr 2023 zeigen sich deutliche Unterschiede in den Strategien und Erfolgen der Anbieter. Besonders hervorzuheben sind Vattenfall Deutschland, EWE SMARTGEBER und LichtBlick SE, die sich durch aktive Präsenz und strategische Ansätze von anderen Kanälen abheben.

  1. Vattenfall Deutschland: Mit einem beeindruckenden Zuwachs von 23.400 Abonnenten führt Vattenfall das Ranking an. Ihre Engagement-Rate von 1,2% spiegelt eine starke Verbindung zur Zielgruppe wider. Besonders auffällig ist das hohe durchschnittliche Engagement bei Shorts (1567) und regulären Videos (61), was auf eine umfassende und effektive Content-Strategie hinweist. Vattenfall setzt auf regelmäßige, zielgruppengerechte Inhalte, die sowohl informieren als auch unterhalten.
  2. EWE SMARTGEBER: Mit einem Zuwachs von 2.600 Abonnenten rangiert EWE auf dem zweiten Platz. Trotz einer niedrigeren Engagement-Rate von 0,1% im Vergleich zu Vattenfall, zeigt EWE eine solide Performance. Ihr durchschnittliches Engagement bei regulären Videos liegt bei 35. EWE nutzt YouTube strategisch, um ihre Marke zu stärken und mit ihrer Zielgruppe zu interagieren, allerdings besteht Potenzial zur Steigerung der Engagement-Rate durch optimierte Inhalte.
  3. LichtBlick SE: LichtBlick zeichnet sich durch einen Zuwachs von 2.160 Abonnenten aus und zeigt mit einer Engagement-Rate von 0,4% eine gute Interaktion mit ihrem Publikum. Besonders hervorzuheben ist ihr durchschnittliches Engagement bei regulären Videos von 85. LichtBlick setzt auf qualitativen Content, lädt jedoch unregelmäßig hoch und verfügt über keine ganzheitliche Media-Strategie, was ihr Potenzial zur Steigerung der Sichtbarkeit und des Engagements einschränkt.

Diese drei Kanäle demonstrieren, dass eine aktive und durchdachte YouTube-Strategie entscheidend für den Erfolg in der Energiebranche ist. Während Vattenfall ein Beispiel für eine ganzheitliche und effektive Strategie bietet, zeigen EWE und LichtBlick, dass auch mit gezielten Ansätzen Erfolge erzielt werden können, allerdings mit Raum für Optimierung.

Culture Segments mit Bezug zu Energie
Dieses Culture Segment beschäftigt sich mit persönlichen Finanzen. Hier finden sich daher Videos die einen Bezug zwischen Energie und Finanzen herstellen.
Dieses Culture Segment fasst Nachrichten und Politik zusammen. Daher finden sich hier auf Videos die einen Bezug zwischen Energie und Politik herstellen. Dies sind aktuelle Entwicklungen und Entscheidungen, aber auch kritische Videos.
In den letzten Jahren ist außerdem ein eigenes Culture Segment entstanden das sich explizit mit Konflikten und Kriesen beschäftigt. Diese Videos beziehen sich vor allem auf aktuelle Kriesen und die Auswirkung auf die Energieversorgung in Deutschland.
Dieses Culture Segment beschäftigt sich mit einer (oft positiven) Zukunft und der Rolle die Energie dabei spielt.
In diesem Culture Segment geht es um E-Mobilität.
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Die Analyse der YouTube-Videos zum Thema Energie, aufgeteilt in Culture Segments, ergibt ein faszinierendes Bild der Online-Interaktionen und Interessen der Zuschauer. Jedes Segment spiegelt eine einzigartige Facette wider, wie Energie in der digitalen Welt wahrgenommen und diskutiert wird:

  1. Energie und Finanzen: Dieses Segment konzentriert sich auf die Verbindung von Energie mit finanziellen Aspekten wie Investitionen, Wirtschaft und Markttrends. Durchschnittlich erreichen diese Videos 23.478 Views und eine Engagement Rate von 3,74%. Die Themen reichen von Energiepreisen bis hin zu nachhaltigen Investitionen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die wirtschaftlichen Auswirkungen von Energiestrategien gelegt wird.
  2. Energie, Nachrichten, Politik und Krisen/Konflikte: Eine Kombination dieser Themen zeigt, wie Energie mit aktuellen Ereignissen, politischen Entscheidungen und globalen Krisen verknüpft ist. Mit durchschnittlich 29.621 Views und einer hohen Engagement Rate von 6,84% reflektiert dieses Segment die Relevanz und Dringlichkeit von Energiefragen in der heutigen Welt. Die Videos behandeln Themen wie Energiepolitik, Auswirkungen von Konflikten auf Energiemärkte und die Rolle der Energieversorgung in politischen Diskussionen.
  3. Energie und Technologie: Hier liegt der Fokus auf der Verbindung von Energie mit Zukunftstechnologien und Innovationen. Mit durchschnittlich 16.811 Views und einer Engagement Rate von 4,83% spiegelt dieses Segment das Interesse an technologischen Fortschritten in der Energiebranche wider, von erneuerbaren Energien bis hin zu neuen Methoden der Energiegewinnung und -speicherung.
  4. E-Mobilität: Dieses Segment, das sich auf Elektromobilität und verwandte Technologien konzentriert, erzielt durchschnittlich 30.693 Views und eine Engagement Rate von 4,26%. Es behandelt Themen wie Elektrofahrzeuge, Infrastruktur für Elektromobilität und Innovationen in diesem schnell wachsenden Bereich.

Diese Culture Segments zeigen, dass das Thema Energie auf YouTube vielfältig behandelt wird und unterschiedliche Interessensgruppen anspricht. Von finanziellen Überlegungen bis hin zur Politik, von technologischen Innovationen bis hin zur E-Mobilität, reflektiert jedes Segment einen wichtigen Aspekt der Energiebranche und wie sie sich in der digitalen Welt manifestiert.

Vergleich der Engagement-Strategien: Reguläre Videos vs. Shorts

Im digitalen Zeitalter von YouTube spielt der Content-Typ eine entscheidende Rolle für das Engagement. Insbesondere bei Energieversorgern ist es interessant zu beobachten, wie reguläre Videos im Vergleich zu YouTube Shorts performen.

Reguläre Videos:

Diese traditionelle Form des YouTube-Contents ermöglicht es, komplexe Themen detailliert zu behandeln. Für Energieversorger bieten reguläre Videos die Möglichkeit, tiefergehende Einblicke in ihre Services, Technologien und Unternehmenswerte zu geben. Durchschnittlich erreichen sie ein hohes Engagement, was auf die Qualität und Relevanz der Inhalte hindeutet. Zum Beispiel zeigte Vattenfall Deutschland mit regulären Videos ein durchschnittliches Engagement von 61, was auf eine effektive Nutzung dieses Formats hinweist, um mit der Zielgruppe in einen tieferen Dialog zu treten.

YouTube Shorts:

Als Antwort auf das wachsende Interesse an kurzformatigen Videos, ähnlich wie bei TikTok, bieten YouTube Shorts eine dynamische Möglichkeit, um schnell Informationen zu teilen und eine breite Zuschauerschaft zu erreichen. Für Energieunternehmen sind sie ideal, um kurze, prägnante Botschaften zu vermitteln, aktuelle Ereignisse zu kommentieren oder Einblicke hinter die Kulissen zu bieten. Vattenfall zum Beispiel erreichte mit Shorts ein außergewöhnlich hohes Engagement von 1567, was die Effektivität dieses Formats unterstreicht, um schnell Aufmerksamkeit zu generieren und die Marke zu stärken.

Strategischer Einsatz beider Formate:

Die erfolgreichsten Energieversorger auf YouTube nutzen eine Kombination aus regulären Videos und Shorts. Während reguläre Videos für tiefgehende Inhalte genutzt werden, dienen Shorts zur Steigerung der Reichweite und Interaktion. Diese ausgewogene Content-Strategie ermöglicht es, unterschiedliche Aspekte der Marke und des Unternehmens hervorzuheben und mit verschiedenen Zielgruppen zu interagieren.

Insgesamt zeigt der Vergleich, dass sowohl reguläre Videos als auch Shorts ihre spezifischen Stärken haben. Eine erfolgreiche YouTube-Strategie in der Energiebranche integriert beide Formate, um die jeweiligen Vorteile optimal zu nutzen und ein breites Publikum anzusprechen.

Key Takeaways

  1. Verständnis der Zielgruppe ist entscheidend: Erfolgreiches YouTube-Marketing in der Energiebranche beginnt mit einem tiefen Verständnis der Zielgruppe. Es ist essentiell, die Interessen, Vorlieben und das Verhalten der Zuschauer genau zu kennen, um relevante und ansprechende Inhalte zu erstellen.
  2. Nutzung von Analysetools wie CLUSTR: Tools wie CLUSTR sind unverzichtbar, um ein genaues Verständnis kultureller Trends und Zielgruppensegmente zu entwickeln. Diese Tools ermöglichen eine datengetriebene Analyse der Performance und helfen dabei, die Inhalte auf die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe abzustimmen.
  3. Balancierter Einsatz von regulären Videos und Shorts: Die erfolgreiche Integration von regulären Videos und YouTube Shorts in die Content-Strategie ist für Energieversorger auf YouTube von großer Bedeutung. Während reguläre Videos sich für tiefgehende Informationen eignen, sind Shorts ideal, um schnell Aufmerksamkeit zu erregen und aktuelle Themen anzusprechen.
  4. Anpassung an Culture Segments: Die Einteilung der Inhalte in verschiedene Culture Segments, wie Energie und Finanzen, Technologie, Nachrichten und Politik sowie E-Mobilität, ermöglicht es, spezifische Interessengruppen gezielter anzusprechen. Eine Anpassung der Inhalte an diese Segmente steigert die Relevanz und das Engagement der Zielgruppe.
  5. Hohe Engagement-Raten als Erfolgsindikator: Engagement-Raten sind ein wichtiger Indikator für den Erfolg auf YouTube. Sie zeigen, wie gut die Inhalte bei der Zielgruppe ankommen und wie effektiv die Interaktion zwischen Kanal und Publikum ist.

Zusammenfassend ist es für Energieversorger auf YouTube unerlässlich, ihre Zielgruppe genau zu verstehen und ihre Content-Strategie entsprechend anzupassen. Die Nutzung von Analysetools wie CLUSTR und die Berücksichtigung von Culture Segments sind Schlüsselkomponenten, um eine erfolgreiche und resonanzstarke Präsenz auf der Plattform zu etablieren.