Video Content Marketing Tipps für kleine Unternehmen

By Mai 2015 Mai 20th, 2017 Insights, Strategie

Wer ohne Mediakosten effektiv mit seiner Zielgruppe kommunizieren möchte, hat mit Content Marketing die Chance dazu. Mit diesen Tipps gelingt die Entwicklung geeigneter Inhalte, um die Zielgruppe zu erreichen und neben großen Unternehmen zu bestehen.

Würde ich das sehen wollen?

Wichtig ist vor allem dieser Leitsatz. Bei den Inhalten sollte es NIE an erster Stelle um das Unternehmen gehen. Wir machen keine Werbung. Wir machen Content, den die Zuschauer freiwillig konsumieren sollen.

1. Es ist kein Sprint, es ist ein Dauerlauf

Wer langfristigen Erfolg sucht, sollte nicht nur kurzfristig danach suchen. Content Marketing ist am stärksten, wenn man eine aktive Community um seine Inhalte aufbaut. Das braucht vor allem Zeit und Regelmäßigkeit. Wenn der Zuschauer sieht, dass regelmäßig neuer interessanter Content produziert wird, kommt er von ganz alleine wieder, um nichts zu verpassen.

2. Planung

Content Marketing ist eine langfristige Maßnahme. Ein Redaktionsplan ist die Grundlage für strukturierte Organisation. Er hilft nicht nur die Übersicht zu bewahren, sondern auch bei der Entwicklung der Inhalte. Wer eine langfristige Content Strategie verfolgt, kann über lange Zeiträume Geschichten erzählen, Charaktere etablieren, Formate schaffen und seine Corporate Identity aktiv gestalten – und Geld sparen, indem gebündelt produziert wird.

3. Vorproduzieren

Viele Formate können, ähnlich wie eine TV Serie, lange vor dem Release produziert werden. Das hat den Vorteil, dass sie gebündelt und damit günstig sind. Produziert man zum Beispiel eine Video Reihe, kann man an einem Tag mehrere Videos drehen. Wenn man sechs statt nur einem Video dreht, sinken die relativen Kosten dramatisch, weil Team, Technik, Location etc. nur für einen Tag benötigt werden. Nicht alle Inhalte eignen sich dafür, aber wer zum Beispiel Tutorials oder Best Practice Guides produziert kann so sehr viel Geld sparen. Und dank einer langfristigen Planung können saisonspezifische Themen wie Weihnachten auch schon im Sommer berücksichtigt werden.

4. Tagesaktuell bleiben

Die Welt dreht sich schneller, als vor 100 Jahren. Zumindest ist sie schnelllebiger geworden. Tagesaktuelle Inhalte lassen sich natürlich weniger gut vorproduzieren. Daher empfehlen wir eine Kombination vorproduzierter und tagesaktueller Inhalte. Ideal ist, wenn das Tagesgeschehen über günstige Kanäle wie Twitter genutzt werden, während die aufwendigeren Formate langfristig angelegt sind. Wenn also der nächste Viral Content durch das Web geht, einfach bei Oreo abgucken:

5. Tentpole-Events

Bei einigen Terminen, weiß man schon lange im Voraus, was das Web beschäftigen wird. So ist schon heute (Mai 2015) klar, dass im Dezember der ein oder andere den neuen Star Wars Film sehen wird. Schlau, wer sich schon heute überlegt, was man zu dem Anlass an Content für seine Zielgruppe releasen könnte. Ein Backofen Hersteller könnte ein Rezept Video zu Wookie-Cookies produzieren. Ein Hersteller von Stiften könnte ein Gewinnspiel veranstalten und die schönsten Star Wars Gemälde belohnen.

6. Machen Sie Fans zu Verbündeten

Alles muss man selber machen. Stimmt ja garnicht. Es gibt viele gute Beispiele dafür, dass Zuschauer selber zu Produzenten werden. Mit einem Smartphone in der Tasche hat heute jeder sein eigenes Filmstudio dabei. Wer es schafft seine Zuschauer zu mobilisieren an der Produktion der Inhalte teilzunehmen schafft vor allem eines: Aktive Reichweite. Wer stolz ist Teil eines Videos zu sein, wird das all seine Kontakte wissen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die Glaubwürdigkeit der Perspektive: Nicht das Unternehmen ist Sender, sondern die Nutzer selbst.

7. Authentisch sind immer Menschen

Emotionales Storytelling ist ein beliebtes Buzzword, hinter dem sich eine simple Wahrheit versteckt. Wer über Menschen berichtet erreicht mehr, als wer über Produkte und Unternehmen berichtet. Und wenn man unbedingt über die Qualität der Kaffeebohne sprechen möchte, sollte man die Bohne vermenschlichen, zum Beispiel indem man ihre Reise von der Plantage bis in die Tasse zeigt und diese emotionalisiert. Was immer funktioniert ist nach den Motiven zu fragen. Es ist viel interessanter zu erzählen, wieso jemand sich auf die Reise gemacht hat die Welt zu verändern, als nur zu dokumentieren wie er das versucht.

8. Regional ist Trumpf

Es ist schon richtig, dass das Internet die ganze Welt verbindet. Das heißt aber nicht, dass man versuchen sollte alle auf einmal anzusprechen. Google belohnt sogar, wenn man sich regional einschränkt. Die Statistiken geben dem Ansatz recht: Immer mehr Suchanfragen haben einen regionalen Bezug. Inhalte mit regionalem Bezug ranken nicht nur besser, sie sind für die Zielgruppe auch viel relevanter als sehr allgemein gehaltener Content.

9. Einmal ist keinmal

Zu keiner Tageszeit kann man die ganze Zielgruppe erreichen. Maximal 15% sind zur gleichen Zeit online. Es schadet daher nicht zu mehreren günstigen Zeitpunkten auf seine neuen Inhalte hinzuweisen. Zwar sollte das so genannte Re-Posting nicht zu agressiv sein, denn wer seine Zielgruppe nervt, verprellt sie schnell, aber zwei bis drei Re-Posts am Tag steigern die Reichweite erheblich.

10. Gewinnspiel

Kein Inhalt hat eine höhere Engagement Rate in sozialen Netzwerken als Gewinnspiele. Kein Wunder, wer gewinnt nicht gerne? Besonders, wenn die Teilnahme kein großer Aufwand ist oder noch besser: Spaß macht. Da die Gewinne meist aus eigenen Produkten besteht sind die Kosten überschaubar. Aber je ausgefallener und kreativer das Gewinnspiel oder die Gewinne sind, desto weiter wird es sich verbreiten.

11. Bonus: Live-Analyse

Content Marketing ist ein fortlaufender Prozess. Jeder Release gibt auch die Chance daraus zu lernen. Dank sehr cleverer Analysetools kann man aus dem Erfolg und Misserfolg jedes Posts viele Learnings ableiten und diese sofort umsetzen.