Videos produzieren wie ein Lean Startup, so geht’s!

By August 2015 Mai 20th, 2017 Insights, Strategie

Jedes Startup braucht Video Content. Aber hier ist das Problem:
Viele Unternehmen haben ein kleines Budget für Marketing. Der Umfang, den regelmäßige Drehs mit sich bringen, wirkt auf den ersten Blick erschreckend.
Außerdem fehlt vielen die Erfahrung, um eine eigene Content Strategie effektiv zu planen.

Die Lösung:

Videos so produzieren wie Lean Start-ups.

Erst denken, dann handeln? Falsch.

Mit seinem Ansatz für die Führung von Startups hat Eric Ries den Begriff Lean Startup geprägt. Aus seinen Erfahrungen als Startup Mitarbeiter, Berater und Gründer hat er eine Methode entwickelt, mit der sich die Release Abstände von Startups in der Technik- und Online-Branche verkürzen lassen sollen.

Dieser Ansatz lässt sich auch auf die Produktion von Video Content übertragen.

Dieser Post gibt dir einen Überblick über die Hintergründe der schlanken Video Produktion und vergleicht sie mit der klassischen Video Produktion. Außerdem gibt er dir nützliche Tipps zur Anwendung der Lean Video Marketing Strategie.

Definiere deine Ziele JETZT

Die Lean Video Produktion verschiebt Konzeptions- und Produktionsprozesse in der Content Entwicklungsphase.

Das verbessert die Chance das Marketing-Budget sinnvoll einzusetzen, ohne zu lange theoretisch auf ein perfektes Endprodukt hinzuarbeiten.

Dazu werden klare Ziele definiert und in umsetzbare Kriterien, s.g. Actionable Metrics wie Watchtime oder User Retention zerlegt.

So kannst du den Erfolg oder Misserfolg eines Videos messen.

Mit wenig Aufwand, viel Lernen

Produziere ein Video, das mit dem kleinstmöglichen Aufwand das meiste Kundenfeedback einholt.

Das klingt erstmal nicht nach guter Video Werbung, aber:

Es ist ein wichtiger Schritt zum langfristigen Erfolg deiner Content Strategie.

Denn:

Aus dem Kunden Feedback kannst du sofort Erfahrungen sammeln und direkt in deine nächste Video Produktion einfließen lassen. So kann der Video Content optimal und fortlaufend auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

Möglich wird diese Strategie, da du im Web kaum Media Kosten hast. Während es extrem teuer ist einen Spot im TV zu schalten, bietet das Internet dir die Möglichkeit Videos unkompliziert zu testen.

Lean Content vs. Klassische Videoproduktion?

Schlank produzierte Videos sind nicht als Werbespots geeignet. Wenn du ein Video brauchst um zu pitchen, dein Produkt zu inszenieren oder den Abverkauf anzukurbeln, dann sollte das mit einem sehr guten Video geschehen, bei dem du vor dem Release weißt, dass es funktioniert.

Also, wann funktioniert die Lean Videoproduktion?

Der Lean-Ansatz bei der Content Produktion funktioniert nur, wenn du das Konzept langfristig anlegst und durchführst.

Dafür brauchst du vor allem eines:

Langen Atem.

Für Startups ist das Budget, gerade bei langfristig angelegten Content Marketing Aktionen, oft ein wunder Punkt. Es gibt in jeder guten Video Produktion einfache Methoden um Budget zu sparen. Deine Content Marketing Strategie solltest du deshalb von Anfang an skalierbar halten. Fang klein an und baue dann konsequent aus.

Die ersten Videos sind dafür geeignet eine Richtung zu finden. Es ist nicht zu erwarten, dass sie dein Unternehmen perfekt repräsentieren. Je mehr Videos du auf diese Weise produzierst, desto näher kommst du diesem Ziel.

Wenn dir nicht wohl dabei ist einfach drauf los zu drehen, dann ist eine klassische Video Produktion besser für dich.

Entsprechend solltest du viel Zeit in die Konzeption des Contents investiert und eine klare Strategie entwickeln. Eine professionelle Produktionsfirma kann dir dabei helfen.

Für die Tonne? Keine Angst.

Wie wirst du eine wichtige Anlaufstelle für deine Kunden?

So einfach geht’s:

Nutze die Learnings aus jedem Video und optimiere jeden Tag.

Setzt du das Lean Video Marketing konsequent um, misst du den Erfolg konstant. Passe das Konzept radikal an, wenn nötig. Diesen analytischen Ansatz an das Storytelling solltest du mit Vorsicht behandeln. Dein Bauchgefühl wird im Zweifelsfall mehr helfen als Zahlen und Graphen.

Eine geeignete Metrik für die Analyse deines Contents ist die Zuschauerbindung.

Diese zeigt an welcher Stelle im Video deine Zuschauer weggeklickt haben. So kannst du Schwachstellen im Aufbau deiner Videos finden und in der nächsten Produktion an diesen Stellen schrauben.

Eine Stellschraube zur Zeit

Wenn Du dein Format mit jedem Video verbesserst und anpasst ist es wichtig immer nur eine Stellschraube zur Zeit zu drehen. Suche dir für jede Phase einen konkreten Punkt den du angehst, sonst wird es schwer zu erkennen, was genau für die Verbesserung gesorgt hat.

Willst du die Interaktion steigern?

Du kannst die Zuschauer in der Mitte des Video zum Kommentieren auffordern und nach ihrer Meinung fragen, oder erst am Ende. Du kannst auch einen anderen Call to Action platzieren, dann aber erst einmal an der gleichen Stelle. Wenn Du beides in einem Video umsetzt, kannst du nicht messen welche der beiden Aufforderungen effektiver ist.

Dank Split Testing schnell Ergebnisse bekommen

Hast du das Budget dafür, können Inhalte auch in A/B Tests gegeneinander geschaltet werden. So kannst du die Videos anhand der Actionable Metrics vergleichen.

Das heißt:

Welche Kriterien du ansetzt und welche Ziele du erreichen willst, musst du im Vorfeld auf deinen konkreten Fall hin entscheiden.

Bei der schlanken Video Produktion werden die Videos im Laufe der Zeit gegeneinander getestet. Das kann dazu führen, dass äußere Einflüsse auf das Ergebnis einwirken. Es kann zum Beispiel sein, dass du mehr Klicks auf ein Video bekommen hast, weil das Thema gerade aktuell war.

Beim A/B Test kannst du versuchen diese äußeren Einflüsse zu minimieren und zwei ähnliche Videos zeitgleich zu testen. So kannst du Testimonials, Aufbau oder Style der Videos ausprobieren und dich für das erfolgreichere Konzept entscheiden.

Das beschleunigt den Lernzyklus deiner Video Produktion.

6 Tipps für Lean Video Marketing

1. Lege Ziele fest

Was willst du eigentlich erreichen? Geht es darum Zuschauer zu Nutzern zu konvertieren, Informationen zu transportieren oder die Interaktion mit deiner Zielgruppe zu steigern? Dir fällt bestimmt die richtige Zielsetzung für deinen Content ein.

2. Definiere Metriken die das Ziel repräsentieren

Welche messbaren Werte lassen Rückschlüsse auf dein Ziel zu? Je nach dem welches Ziel dein Unternehmen verfolgt, können solche Kriterien zum Beispiel Klick Rate, Watch Time oder Click Through Rate sein.

3. Produziere, um die Ziele zu erreichen

Produziere deine Videos so, dass sie optimal auf dein Ziel zugeschnitten sind. Dabei geht es nicht darum von Anfang an den Vogel abzuschießen. Wenn du Zuschauer zum weiterklicken animieren willst, solltest du einen Call to Action einbauen.

4. Analysiere die Metriken – bist Du dem Ziel näher gekommen?

Hast du dein selbstgestecktes Ziel erreicht? Wenn nicht, schaue dir die Zahlen an und überlege was gefehlt hat. Ist der Call to Action zu spät gekommen? Oder ist die Story vielleicht nicht ansprechend genug, um die Leute von deiner Kompetenz zu überzeugen, sodass sie gar nicht klicken wollen?

5. Optimiere und versuch’s noch mal

Lerne aus deinen Fehlern und natürlich auch aus dem, was gut funktioniert hat. Starte den Prozess von vorne. Ziele stecken, produzieren, analysieren.

6. Durchhalten

Regelmäßigkeit und Dauer sind entscheidende Faktoren bei deiner erfolgreichen Video Content Strategie. Also: Dran bleiben!

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Fazit

Lean Video Marketing kann dir helfen, ohne Marktforschung eine solide Content Strategie aufzubauen.

Du brauchst Zeit und das entsprechende Budget sie durchzuziehen.

Wenn du konsequent und datengetrieben optimierst, kannst du deine Zielgruppe besser erreichen, als es jede Marktforschung zulässt.

Zahlen reichen jedoch nicht um fesselnde Geschichten zu erzählen.