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…was dann geschah hat selbst mich zu Tränen gerührt.
Ein Trend in der Werbung zielt auf besonders emotionale Ansprache des Publikum. Heilsbringer oder Heulsuse?

Sadvertising

Sex und Humor galten im Volksmund als Verkaufstreiber. Dass das nicht stimmt, wussten Werber schon lange. Nun zeichnet sich seit geraumer Zeit ein neuer Trend ab: das Sadvertising.

Alles wird mit Emotionalität und übertriebener Bedeutung aufgeladen. Egal ob Windeln oder Schokolade: Die neuen Spots drücken ordentlich auf die Tränendrüse und erinnern damit stark an Bilder mit Poesiealbumssprüchen die tief emotional bewegte Teenager auf Instagram posten.

Dabei ist es doch so naheliegend. Während Spots in der Vergangenheit oft versuchten auf Zwang lustig zu sein und damit jeglicher Bedeutung bar waren, versucht man nun zumindest etwas Sinn im Unsinn zu finden.

8. PROCTER & GAMBLE "Best Job"

Aufmerksamkeit ist nicht alles

Marken wollen und sollten geliebt werden. Der zu sein, der am lautesten schreit, ist auf lange Sicht in der ohnehin schon schrillen Werbewelt eben auch nicht sinnvoll. Im Gegenteil sollte eine Marke nicht nur bekannt sein, sondern auch geschätzt werden. Dies erreicht sie durch die richtige Ansprache der Kunden, mit Kommunikation auf Augenhöhe und über die Emotionen.

Die Edeka Kampagne #Heimkommen zeigt das das Thema Sadvertising aktueller denn je ist. Mit rührenden Emotionen lassen sich Millionen begeistern und zum Teilen anregen.

EDEKA Weihnachtsclip - #heimkommen

Trend oder here-to-stay?

Sadvertising ist längst mehr als eine Modeerscheinung der kurzlebigen Werbebranche und das zurecht. Werber predigen nicht ohne Grund immer wieder, dass gute Stories sich besser verbreiten und zur langfristigen Markenbildung beitragen. Ob den Zuschauern und Kunden die Gefühlsduselei irgendwann auf den Geist geht bleibt abzuwarten.

Wie jede neue Erscheinung schlägt auch das Sadvertising erst einmal ins Extreme, doch mit etwas Zeit wird sich auch die emotionale Ansprache wieder fangen und den Kunden damit dichte, gut erzählte und interessante Geschichten anbieten. Damit hätte dann jeder gewonnen.

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