YouTube Shorts sind Videos im Hoch- oder Quadratformat mit einer Länge von bis zu drei Minuten, die YouTube in einem eigenen, wischbaren Feed ausspielt. Ihr könnt sie mit der YouTube App aufnehmen oder fertig geschnitten über YouTube Studio hochladen. Für Marken sind Shorts vor allem ein Weg, von neuen Leuten entdeckt zu werden. Ein treues Publikum baut ihr damit selten allein auf, dafür braucht ihr eine Verbindung zu längeren Videos.
Diese Seite fasst zusammen, was ihr zu Shorts wissen müsst: Länge, Erstellen und Hochladen, Geld verdienen, Algorithmus und wo das Format für Marken an Grenzen stößt. Stand: Oktober 2026. Die Regeln stammen aus der offiziellen YouTube-Hilfe und dem YouTube-Blog, verlinkt jeweils an der Stelle.
Was sind YouTube Shorts?
Shorts sind das Kurzvideo-Format von YouTube, vergleichbar mit TikTok und Instagram Reels. Laut der YouTube-Hilfe zu Shorts laufen sie auf der Startseite, im Tab „Shorts“ der App und auf der Kanalseite, und zwar auf jedem Gerät, auch auf dem Fernseher.
Der Unterschied zu langen Videos liegt in der Art, wie Zuschauerinnen sie finden. Ein langes Video wird über Thumbnail und Titel angeklickt. Im Shorts-Feed wischt man von Video zu Video, und YouTube entscheidet, was als Nächstes kommt. Wer einen Short sieht, hat ihn meist nicht gesucht.
Die Reichweite ist groß: Shorts kommen laut YouTube-CEO Neal Mohan im Jahresbrief 2026 im Schnitt auf 200 Milliarden Aufrufe am Tag. Die Zahl stammt von YouTube selbst, und seit März 2025 zählt ein Shorts-Aufruf schon, sobald das Video anläuft (mehr dazu unten).
Wie lang dürfen YouTube Shorts sein?
Bis zu drei Minuten. Seit dem 15. Oktober 2024 stuft YouTube jedes Video im Quadrat- oder Hochformat mit höchstens drei Minuten als Short ein, so steht es auf der Hilfeseite zu Shorts bis 3 Minuten. Vorher lag die Grenze bei 60 Sekunden. Ältere Videos zwischen einer und drei Minuten bleiben lange Videos.
Zwei Regeln hängen an der Länge:
- Musik: Die meisten Songs aus der Shorts-Audio-Mediathek dürfen bis zu 90 Sekunden laufen, manche nur 60 oder 30.
- Content ID: Ein Short über einer Minute mit einem aktiven Content-ID-Anspruch sperrt YouTube weltweit. Er wird nicht abgespielt, nicht empfohlen und nicht monetarisiert, bis der Anspruch geklärt ist. Für Marken heißt das: Lizenzierte Werbemusik oder Ausschnitte aus TV-Spots können einen längeren Short komplett blockieren.
Wollt ihr verhindern, dass ein kurzes Video als Short eingestuft wird, ladet es im Querformat (16:9) hoch.
Welche Länge für euren Kanal funktioniert, ist eine andere Frage als die erlaubte. Unsere eigene Auswertung zur idealen Videolänge auf YouTube vergleicht Shorts und lange Videos auf über 5.000 deutschen Kanälen.
Wie erstellt ihr YouTube Shorts?
Es gibt drei Wege, alle in der Einführung zu Shorts beschrieben:
- Mit der Shorts-Kamera: In der YouTube App auf „Erstellen“ tippen, dann „Short“ wählen. Ihr könnt mehrere Clips aneinanderreihen, Musik, Filter und ein Voiceover hinzufügen und einen Titel mit bis zu 100 Zeichen vergeben.
- Aus einem langen Video: Mit der Remix-Funktion schneidet ihr bis zu 60 Sekunden aus einem eigenen öffentlichen Video heraus und ergänzt sie bei Bedarf mit neuen Aufnahmen, so die Hilfe zu Shorts aus euren Videos.
- Extern produziert: Ihr schneidet den Short in eurem eigenen Programm und ladet ihn hoch (nächster Abschnitt).
Für Marken ist der dritte Weg der häufigste, denn dort habt ihr Untertitel, Schrift und Logo selbst in der Hand. Entscheidend sind die ersten Sekunden: Wie ihr einen Einstieg baut, der im Feed festhält, steht in unserem Beitrag zum Hook bei YouTube Shorts.
Wie ladet ihr YouTube Shorts hoch?
Am Computer läuft der Upload über YouTube Studio, wie in der Hilfe zum Hochladen von Shorts beschrieben:
- In YouTube Studio anmelden.
- Oben rechts auf „Erstellen“ und dann „Videos hochladen“ klicken.
- Eine Datei wählen, die höchstens drei Minuten lang ist und ein quadratisches oder vertikales Format hat.
Ihr könnt bis zu 15 Shorts gleichzeitig auswählen. Klickt vor der Veröffentlichung bei jedem auf „Entwurf bearbeiten“, damit Titel, Beschreibung und Einstellungen stimmen. Ein eigenes Häkchen „Das ist ein Short“ gibt es nicht. Format und Länge entscheiden.
Kann man mit YouTube Shorts Geld verdienen?
Ja, über das YouTube-Partnerprogramm. Aufnehmen lassen könnt ihr euren Kanal laut den Voraussetzungen für das Partnerprogramm derzeit mit 1.000 Abonnenten und entweder 4.000 Stunden gültiger Wiedergabezeit in zwölf Monaten oder 10 Millionen gültigen Shorts-Aufrufen in 90 Tagen.
Das Geld kommt aus den Anzeigen, die zwischen den Videos im Shorts-Feed laufen. Laut den Monetarisierungsrichtlinien für Shorts sammelt YouTube diese Einnahmen in einem Creator Shorts Pool, verteilt sie nach dem Anteil an allen aktiven Wiedergaben im jeweiligen Land und zahlt den Creatorinnen 45 % ihres Anteils aus. Nutzt ein Short Musik aus der Mediathek, geht ein Teil der Einnahmen vorher an die Musikrechte.
Ab dem 1. Februar 2027 wird es strenger. YouTube hat im Blog am 10. August 2026 angekündigt:
- Am Werbeumsatz aus Shorts beteiligt wird jeden Monat nur, wer in den letzten 90 Tagen mindestens 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe hatte. Kanäle darunter bleiben im Partnerprogramm und verdienen weiter mit langen Videos.
- Neue Kanäle brauchen für die Aufnahme 8.000 Stunden Wiedergabezeit in 365 Tagen oder 20 Millionen Shorts-Aufrufe in 90 Tagen. Für Kanäle, die schon im Programm sind, ändert sich das nicht.
Für die meisten Markenkanäle spielen diese Einnahmen keine Rolle. Ihr macht Shorts für Reichweite und Bekanntheit, und die Anzeigeneinnahmen eines Markenkanals sind gemessen am Produktionsbudget meist klein.
Wie funktioniert der YouTube Shorts Algorithmus?
Der Shorts-Feed ist personalisiert: YouTube spielt laut der Hilfe zum Empfehlungssystem aus, was eine Zuschauerin nach Einschätzung von YouTube interessieren könnte. Ob ein Short dabei ankommt, zeigt sich vor allem daran, ob Leute stehen bleiben oder weiterwischen. Genau diesen Wert findet ihr in den Shorts-Analytics als „Angesehen oder weggewischt“.
Was YouTube zu Uhrzeit, Hashtags und Upload-Menge gesagt hat und warum ihr schwache Shorts nicht löschen und neu hochladen solltet, steht ausführlich in unserem Beitrag zum YouTube Shorts Algorithmus.
Was bringen YouTube Shorts eurer Marke?
Shorts bringen euch vor allem drei Dinge:
- Entdeckung: Der Feed spielt euch Menschen aus, die euren Kanal noch nicht kennen. Mit langen Videos erreicht ihr vor allem die, die schon nach euch oder eurem Thema suchen.
- Ein günstiges Testlabor: Ein Short kostet einen Bruchteil eines langen Videos. Ob ein Thema, eine Person vor der Kamera oder ein Einstieg zieht, seht ihr nach wenigen Tagen in den Zahlen.
- Wiederverwertung: Aus einem guten langen Video lassen sich mehrere Shorts schneiden, die auf das Original zurückführen.
Am stärksten werden Shorts, wenn sie als wiederkehrendes Format laufen statt als lose Sammlung aus Trend-Clips und Produktschnipseln. Seit dem 23. September 2026 lassen sich Shorts dafür in Staffeln und Folgen ordnen. Was das für Markenkanäle heißt, steht in unserem Beitrag zu YouTube Shorts Serien.
Wo stoßen YouTube Shorts für Marken an Grenzen?
Shorts sind kein Selbstläufer, und vier Grenzen solltet ihr vor dem ersten Upload kennen.
Der Durchschnitt täuscht
Wenige virale Shorts ziehen den Mittelwert nach oben. In unserer Auswertung von 73.132 Uploads auf 5.380 deutschen Kanälen mit mindestens 20.000 Abonnentinnen (Mai 2023) kam ein Short im Mittel auf 71.947 Aufrufe, extreme Ausreißer schon herausgerechnet. Im Median waren es 7.572. Der typische Short erreicht also einen Bruchteil dessen, was der Durchschnitt verspricht. Plant deshalb eine ganze Reihe von Versuchen ein, bevor ihr ein Format bewertet.
Shorts-Zuschauerinnen wechseln nicht von allein zu langen Videos
YouTube beschreibt das Publikum im Feed selbst als stark gespalten: Manche schauen nur Shorts und klicken womöglich nie auf ein Zehn-Minuten-Video. Abos und Wiedergabezeit auf euren langen Videos kommen deshalb selten von selbst. Wie ihr die Brücke baut, steht im nächsten Abschnitt.
Ein Aufruf sagt wenig darüber, ob jemand zugesehen hat
Seit dem 31. März 2025 zählt YouTube jeden Start und jede Wiederholung eines Shorts als Aufruf, ganz gleich, wie lange jemand zusieht. Seit dem 24. August 2026 gilt das für alle Formate: Ein Aufruf zählt ab dem ersten Bild. Die alte Definition heißt jetzt „aktive Wiedergabe“ (englisch „engaged view“) und setzt voraus, dass jemand das Video anklickt oder über die ersten Sekunden hinaus schaut. Wenn ihr Shorts bewertet, nehmt die aktiven Wiedergaben und die Wiedergabezeit.
Für komplexe Botschaften ist der Feed zu schnell
Im Shorts-Feed entscheidet sich in Sekunden, ob jemand bleibt. Ein Produkt erklären, Vertrauen aufbauen oder eine Geschichte über mehrere Minuten erzählen gelingt in langen Videos besser. In unserer Auswertung von 2023 lag der Median der Likes bei Videos von 10 bis 30 Minuten bei 520, bei Shorts bei 340. Shorts sind die Tür, das lange Video ist der Raum, in dem eure Marke Zeit mit ihrer Zielgruppe verbringt.
Wie verbindet ihr Shorts mit euren langen Videos?
Mit dem Link auf ein ähnliches Video. Nach dem Upload könnt ihr in YouTube Studio unter „Inhalte“ jedem Short ein öffentliches oder nicht gelistetes Video, einen anderen Short oder einen Livestream eures Kanals zuordnen. Zuschauerinnen sehen dann unter eurem Kanalnamen einen klickbaren Link, so die Hilfe zu ähnlichen Videos in Shorts. Die Funktion setzt die erweiterten Kanalfunktionen voraus.
Der Link hilft nur, wenn der Short neugierig auf genau dieses Video macht. Ein Trend-Clip, der auf ein Produkt-Tutorial verweist, bekommt kaum Klicks auf den Link. Wie ihr Shorts und lange Videos als Trichter plant, zeigen wir im Beitrag von Shorts zu Longform.
Für welche Marken lohnen sich YouTube Shorts?
Shorts lohnen sich, wenn ihr neue Zielgruppen erreichen wollt und einen Plan habt, was nach dem Short kommt. Sie passen gut zu Marken, die regelmäßig produzieren können, ein Gesicht oder eine Figur vor der Kamera haben und ein Thema, das sich in einem Moment zeigen lässt: ein Handgriff, eine Pointe, eine überraschende Zahl.
Weniger lohnen sie sich als einzige Maßnahme. Ein Markenkanal, der nur Shorts veröffentlicht, sammelt oft Aufrufe ohne Publikum, das wiederkommt.
Klein aber wurde 2016 als GmbH gegründet und ist seit 2013 als Creator auf YouTube. Als YouTube-Agentur für Unternehmen planen wir Shorts als Teil einer Kanalstrategie, mit Formaten, die auf lange Videos einzahlen. Wenn ihr wissen wollt, ob und wie Shorts in eure Strategie passen, sprecht uns an.
FAQ
Was sind YouTube Shorts?
YouTube Shorts sind Videos im Hoch- oder Quadratformat mit bis zu drei Minuten Länge. YouTube spielt sie in einem eigenen Feed aus, durch den Zuschauerinnen wischen, sowie auf der Startseite und der Kanalseite.
Wie lang darf ein YouTube Short sein?
Seit dem 15. Oktober 2024 bis zu drei Minuten. Vorher lag die Grenze bei 60 Sekunden. Shorts über einer Minute mit einem aktiven Content-ID-Anspruch sperrt YouTube weltweit.
Wie lädt man YouTube Shorts am PC hoch?
In YouTube Studio auf „Erstellen“ und „Videos hochladen“ klicken und eine Datei im Hoch- oder Quadratformat mit höchstens drei Minuten wählen. YouTube erkennt den Short an Format und Länge, bis zu 15 Dateien gehen auf einmal.
Kann man mit YouTube Shorts Geld verdienen?
Ja, im YouTube-Partnerprogramm. Creatorinnen erhalten 45 % ihres Anteils am Werbeumsatz aus dem Shorts-Feed. Ab dem 1. Februar 2027 setzt das 10 Millionen gültige Shorts-Aufrufe in den letzten 90 Tagen voraus.
Lohnen sich YouTube Shorts für Unternehmen?
Für Reichweite bei neuen Zielgruppen ja, vor allem als Serie und mit Links auf lange Videos. Als einzige Maßnahme bringen sie meist Aufrufe, aber wenig Publikum, das wiederkommt.
Warum zählen Shorts-Aufrufe anders als früher?
Seit dem 31. März 2025 zählt jeder Start und jede Wiederholung eines Shorts als Aufruf, unabhängig von der Wiedergabezeit, seit dem 24. August 2026 auch bei allen anderen Formaten. Der frühere Messwert heißt „Aktive Wiedergaben“ und ist die bessere Grundlage, um Shorts zu bewerten.



